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Kleine Susi,
Mami und Papi gehen heute Abend aus, Opi passt auf Dich auf"... Susi versteckt sich im Schrank. Die Eltern fahren weg, der Opi kommt die Treppe hoch.....
"Suuusiiee..... Süüüssse na komm doch zu Ooopiiiii, ich tu dir doch nichts". Opi zerrt Susi aus dem Schrank hervor, setzt sich hin, streift ihr Nachthemdchen hoch, platziert sie auf seinem Schoss.
"Na Susi, nun spielen wir noch fein Hoppe-Hoppe-Reiter, gell Maus?"
Susi hört nichts mehr, Susi denkt nichts mehr, Susi versucht nichts mehr zu spüren.....
doch da ist der brennende, stechende Schmerz
in..... ihr......... dem kleinen Kinderherz......
Opi legt Susi in ihr Bettchen, verzweifelt weinend klammert Susi sich an ihren Teddy
und weint bitterlich; das Laken von Blut und Tränen durchnässt.........
Die Eltern kommen nach Hause und sehen verbittert dreinschauende Feuerwehrmänner vor dem Haus etwas zusammenkehren......
Ein weinender Polizist hält einen kleinen Teddy umklammert.....
Mit 5 Jahren in die Freiheit, in den Tod gesprungen....... aus vielen Stockwerken ...
"Kleine Susie" geh über die Regenbogenbrücke, viele Kinder wie Du warten auf Dich... da gibts auch viele Kuscheltiere....."
Dort auf Erden, wo ein Lichtlein brennt, da wohne ich und denk an Dich;
vielleicht siehst Du heute Abend viele Lichter auf Erden und sie alle brennen nur für Dich, deinesgleichen, egal ob Kind oder Tier, egal, wir sind hier und gedenken Deiner - Eurer/Euch!!!
Alles Liebe den zwei- und auch vierbeinigen Susi's dieser bzw. jener Welt......
In liebevollem Gedenken
Wind Dancer
*Geschrieben von Nicki Ritterbach! Alle Rechte sind Nicole und Bosco Ritterbach vorbethalten!
Der millionenfach stattfindende sexuelle Missbrauch an Mädchen, aber auch an Jungen unterliegt einer
gesellschaftlichen Verdrängung. Viele selbsternannte Experten sehen in den Medienberichten ein Modethema und wollen das wahre Ausmaß sexueller Ausbeutung nicht wahrhaben. Tatsache ist, dass darin eine
Quelle unsäglichen psychischen Leids zu finden ist. Sexueller Missbrauch erschüttert das Vertrauen eines Kindes in die Welt bis in die Wurzeln seiner Existenz. Nicht selten ist sexueller Missbrauch mit roher
Gewaltanwendung und extremen Geheimhaltungsdruck verbunden und wird als lebensbedrohlich erlebt. Das Kind ist dem übermächtigen Täter hilflos ausgeliefert, jeder Widerstand ist letztlich unmöglich. Sexueller
Missbrauch ist eine radikale Verletzung der Menschenwürde, der Selbstbestimmung und der eigenen Identität. Körper, Geist und Seele werden überwältigt, und der Organismus flüchtet in einen Schockzustand.
Das Kind trennt sich (dissoziiert) von sich selbst und von der Welt. Es erlebt sich außerhalb seines Körpers, wird zum Beobachter des Geschehens und spaltet so Angst und Schmerz ab. Es ist zutiefst verletzt und
verwirrt und kann das Geschehene psychisch nicht verarbeiten
Die Wucht der emotionalen Verletzung kann die gesamte Persönlichkeit nachhaltig schädigen. Vielfältige
Störungen der Persönlichkeitsentwicklung sind die Folge. Das Kind wird zu einem mechanisch gehorsamen Wesen. Es ist gezwungen, jeden Widerstand aufzugeben, und muss sich mit dem Aggressor, dem Täter,
identifizieren. Es muss förmlich jeden Gedanken, jeden Wunsch von Ihm erahnen und sklavisch ausführen. Eigene Gefühlsäußerungen wie Wut, Hass, Ekel, Zurückweisung sind zu unterdrücken. Sie werden
abgespalten, damit sie nicht mehr gefühlt werden. Fortan führen sie ein Eigenleben mit nachhaltigen negativen Folgen.
Die Identifikation mit dem Täter führt dazu, dass sich das Kind selbst schlecht, schuldig, verwerflich und
schmutzig fühlt. Es beginnt, sich selbst für das Erlebte zu bekämpfen. Der Körper, dem all diese abscheulichen Dinge zugefügt wurden, wird zum Feind.
Sehr früh wurden die Grenzen der Persönlichkeit verletzt und zerstört. Weil die Fähigkeit, sich angemessen
zu verteidigen, zerstört wurde, vermögen andere nach Belieben die Grenzen zu verletzen, ohne das Betroffene sich wehren können. Ohne therapeutische Hilfe ist die Gefahr groß, das sexuell missbrauchte
Menschen in abhängige, gewalttätige und von sexuellen Übergriffen geprägte Beziehungen geraten. Sie sind
unfähig, sich hieraus zu befreien, weil sie sich wie damals in der Kindheit gelähmt fühlen. Vielfach ist eine regelrechte Opferidentität zu beobachten.
Weitere Folgen sexuellen Missbrauchs können Essstörungen, Suchterkrankungen, selbst verletzendes
Verhalten, Sexualstörungen, Promiskuität, zwanghaftes Denken an Suizid oder Suizidversuche. Flucht in eine Phantasiewelt, erhöhte Erregung, Waschzwänge sein.
Besonders in nahen Beziehungen werden die unverarbeiteten Verletzungen wieder lebendig, oft in Form von
plötzlichen Erinnerungsfetzen oder plötzlichen Körper- und Gefühlsreaktionen wie Ekel, Schmerz, Wut, Angst und Panik.
Opfer von sexuellem Missbrauch bezeichnen sich mitunter als "Überlebende", denn was dabei geschieht, ist
"Mord" an der Identität der Betroffenen. In der Fachliteratur hat sich als treffende Bezeichnung der
Begriff "Seelenmord" etabliert. Wenn die Seele zerstört wurde, ist das Leben eine Qual, und jeder, der mit diesem Menschen lebt oder arbeitet, muss erleben, dass ihr Leben mitunter an einem seidenen Faden zu
hängen scheint.
Viele Opfer sexuellen Missbrauchs haben sich in Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeorganisationen
zusammengeschlossen. Solche Selbsthilfegruppen haben sich als sehr wirksam erwiesen.
Zur Therapie der sexuellen Traumatisierung
Sexuell missbrauchte Menschen haben mehr oder weniger das Vertrauen in das Funktionieren der Welt
verloren. Deshalb ist es besonders wichtig, ihnen eine verständnisvolle Haltung entgegenzubringen, ohne dass Hilfe aufgedrängt wird. Nur eine sichere und vertrauensvolle Umgebung schafft die Voraussetzungen für
eine positive Entwicklung. Die Mauer des Schweigens, hinter die das Leid durch die tief verinnerlichte Angst vor dem Reden verbannt wurde, muss durchbrochen werden, wenn eine Therapie erfolgreich sein soll.
Die Fähigkeiten der Betroffenen zur Bewältigung des Traumas sollen gestärkt werden mit dem Ziel, die
traumatischen Erfahrungen in die persönliche Entwicklung zu integrieren. Der Tendenz, die Abspaltung aufrechtzuerhalten und das Geschehene weiterhin als nicht zur eigenen Person gehörend zu erleben, soll
durch die Therapie entgegengewirkt werden. Zerstörte Grenzen wollen in mühevoller Arbeit wieder errichtet werden, und die Opferidentität ist zu bearbeiten. Missbrauchten Menschen fällt es meist schwer,
sich zu wehren, zu ungerechtfertigten Forderungen nein zu sagen und eine unbeschwerte Sexualität zu leben.
Das Reden über die traumatischen Erfahrungen kann in Therapiegesprächen, Therapiegruppen und
Selbsthilfegruppen stattfinden. Partner sind in den therapeutischen Prozess einzubeziehen, da sie oft selbst
mit den Schwierigkeiten, die sich aus der Missbrauchs Erfahrung ergeben, überfordert sind. Fast immer treten in Partnerschaft Sexualstörungen auf und eine Sexualtherapie ist zu erwägen. Bewährt haben
sich therapeutische Verfahren, die den Körper mit einbeziehen (Körpertherapie).
Quelle:
Berit Anders
- Ich heiße Berit und habe eine Borderline Störung-
Protokoll einer Selbstfindung
Nachtrag von Heinz Peter Röhr
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